
AGSB - April 1996
3. Treffen der Sinologischen Bibliothekare
Arbeitsgemeinschaft Sinologischer Bibliothekare (AGSB)
22.-24. April 1996 in Wolfenbüttel
22.04.96, 17.00 im Anna Vorwerk Haus
Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Dr. H. Schmidt-Glintzer.
Kurzberichte || Kodierungsfragen
und Automatisierung || Nachweise der CJK Bestände
in Verbundskatalogen || Blauer Leihscheinverkehr ||
Formalerschleißung und Mehrschriftlichkeit || Personennamen
nach RAK || CJK-Katalogisierung im PICA-Verbund ||
Nutzung von Fremddaten || Erwerbungsabsprachen
|| Sacherschließung || Bilddaten
- Scanning || Beschaffungspraxis || Abschlussdiskussion
und Termine || Präsentation von Allegro Neuentwicklungen
- Kurzvorstellung der Teilnehmer und der von ihnen vertretenen Bibliotheken.
- Frau Heraud stellt das SSELP-Projekt (Erstellung einer Europäischen
Sinologischen Zeitschriften-Datenbank) zur Erfassung der Bestände
Sinologischer Zeitschriften in Europa, an dem sie in Heidelberg mitarbeitet
kurz vor. Bisher sind Bestände Heidelbergs und des IHEC und Oxfords
aufgenommen. Es soll zunächst eine mehrsprachige leistungsfähige
Referenz-Datnbank erstellt werden, an die die lokalen Bestände in
der Folgezeit angefügt werden können. Sie fordert die Teilnehmer
zur Kooperation auf.
- Besprechung der Tagesordnung. Einfügen der Punkte 6 (Personennamen
nach RAK) und 7 (CJK-Katalogisierung in PICA) gemäß der revidierten
Tagesordnung (vgl. Anhang 1) auf Wunsch von Herrn Dr. Streffer und Prof.
Dr. H. Schmidt-Glintzer.
- Verteilen der revidierten Teilnehmerliste (Teilnehmer vgl. Anhang
2).
Gemeinsames Abendessen in Wolfenbüttel.
23.04.96, 9.00 im Zeughaus
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Schmidt-Glintzer
1.Kurzberichte über Projekte und Neuerungen
- Christian Wittern berichtet über Volltextdatenbanken an der Academia
Sinica in Taipei, Taiwan und die internen Auseinandersetzungen um die Frage
des Zugangs zu den Datenbanken über Internet. Herr Wittern verteilt
einen Bericht der Academia Sinica über die Entwicklung und Problemlösungen
bei der Erstellung von Volltextdatenbanken. (vgl. Anlage 3).
- Thomas Hahn macht darauf aufmerksam, daß in den letzten 12 Jahren
die Ershiwu shi in Taiwan über das WWW zugänglich sind,
die Suche nach Begriffen aber aus Copyrightgründen auf 25 Treffer
beschränkt ist. Er verweist auf die interne politische Auseinandersetzung
in der Academia Sinica um den Zugang zu den Datenbanken. Ein unbeschränkter
Zugang ist momentan nicht wahrscheinlich macht. Ausgenommen die wenigen
bereits offen zugänglichen Datenbanken. Aus den gleichen internen
Gründen sei auch das vom Sinologischen Seminar der Universität
Heidelberg bei der Academia Sinica beantragte Sanshi jing zhushu
unbeschränkt nur am institutseigenen Rechner in Heidelberg zugänglich.
Er verweist weiterhin auf die in Kiel eingerichtete web-homepage, die Adressen
und Informationen etwa zu den Ershiwu shi enthält.
- Prof. Koglschatz macht darauf aufmerksam, daß Renmin ribao
bereits auf CD (reiner Text ohne Layout) erhältlich ist und daß
Renmin daxü baokan ciliao auf CD im Entstehen sei.
- Prof. Dr. Schmidt-Glintzer ruft zu einer langfristigen Zweigleisigkeit
in der Akquisition von Textdatenbanken und gedrucktem Buch auf.
2. Kodierungsfragen und Automatisierung
- Referat von Dr. Urs Widmer. Verdeutlichung durch Overhead-Folien:
Während europäische Schrift einheitlich kodiert ist, herrscht
im CJK-Bereich eine "Codechaos", das in den jeweiligen Schriften
selbst begründet liegt. 1978 entstand ein erster Industriestandard
in Japan (JIS), der aber aufgrund der eingeschränkten chinesischen
Schriftzeichenmenge des Japanischen und aus politischen Gründen von
China nicht übernommen und erweitert wurde. China und Taiwan haben
in der Folgezeit einen je eigenen Code entwickelt (GB: Kurzzeichen und
Big-5: Langzeichen). Das heißt es stand dem Westen kein einheitlicher
Code zur Verfügung, weshalb verschiedene Codes, wenn auch nicht alle
entwickelten, gleichzeitig und uneinheitlich übernommen wurden. Der
Unicode erfüllt zwar die Hoffnung auf eine Vereinheitlichung, bietet
aber nicht genügend Schriftzeichen, speziell für die klassische
Sinologie, wohl aber eine Aufstockung des Zeichenschatzes für Japanologen
(Gesamtzahl der Schriftzeichen verschiedener Codes: ca.120 000, Zahl nach
Vereinheitlichung im Unicode: ca. 21 000). Im Unicode sind Kurz- und Langzeichen
gleichberechtigt kodiert. Zeichen mit substanziellen Schreibvarianten bei
gleicher Bedeutung (Verschiebung einzelner Komponente des Zeichens) erhalten
eine eigene Kodierung, rein graphische Schreibvarianten werden einheitlich
kodiert. Unicode kann in seine ursprünglichen Bestandteile (etwa GB,
Big-5) zurückverwandelt werden. Als eine Möglichkeit zur Lösung
des Problems des zu geringen Zeichenschatzes stellt Herr Widmer die von
Christian Wittern in Japan entwickelte CNS-KanjiBase dar. CNS-KnajiBase
stehen Fonts von 50 000 Zeichen aus Taiwan zur Verfügung. Dieser Zeichensatz
kann folgendermaßen aufgerufen werden. In einem System werden nicht
vorhandene Zeichen, die normalerweise als schwarze Punkte erscheinen, Tuch
eine eindeutige Kodierung (KanjBase Code) ersetzt. Diese eindeutige Referenz
kann eine wiederum eindeutige Referenz eines Zeichens abrufen. Bislang
ist dies aber noch nicht auf dem Bildschirm möglich, sondern erst
im Printmodus. Es wird keine besondere Hardware benötigt. Kanjibase
soll in Kürze auch über Internet zur Verfügung stehen (vgl.
Anlage 4).
Abschließend macht Herr Widmer auf die Möglichkeiten der
gleichzeitigen Aufrufbarkeit verschiedener Kodierungssysteme unter Windows
95 aufmerksam, wobei immer nur eine Kodierung am Bildschirm lesbar ist.
Durch einen Mausklick kann aber zwischen den verschiedenen Kodierungen
umgeschaltet werden, wodurch auch eine Art "Unicode" entstanden
sei. Er sprach die Empfehlung aus, einen Bibliothekscode nach dem Grundprinzip
der Einheitlichkeit zu gestalten.
- Kurze Diskussion: Dr. Dufey und Frau Stephan-Bahle berichten über
Schwierigkeiten bei der Recherche bei unterschiedlichen Kodierungen. Dr.
Dufey stellte heraus, daß Unicode nur eine Erfassung aller in den
gebräuchlichen CJK Kodierungen enthaltenen Zeichen darstellt. Das
ist nur ein Drittel aller chinesischen Glyphen, die etwa zur Beschreibung
ostasiatischer Rara gefordert werden.
- Dr. Hahn berichtet von seinem Treffen mit dem Vizepräsidenten
des Unicode-Konsortiums in Kalifornien und teilt mit, daß das Update
von Unicode jetzt Tibetisch neu enthalte und Hangul erweitert habe. Für
Chinesisch gebe es keine Neuerungen. Dr. Hahn machte in diesem Zusammenhang
auf die erneürte zweite Auflage des The Unicode Standard (ISBN
0-201-60845-6, The Unicode Consortium Hrsg.) und auf Understanding Japanese
von Ken Lunde aufmerksam. Für die Frage der Verwendung einer graphischen
Plattform für CJK verweist Dr. Hahn auf die Programme einige neue
Programme. Des weiteren betont er die zunehmende Bedeutung von Filtertechniken
(z.B.: Umwandlung Wade-Giles in Pinyin, GB in Big 5).
3. Nachweis der CJK-Bestände in den Verbundkatalogen
und Zugang zur BSB und SBB über Internet
- Kurzreferat von Herrn Dr. Dufey:
Die EACC Kodierung der BSB ist leistungsfähig, stellt aber aufgrund
der ursprünglich teuren Hardware bis heute eine Insellösung dar.
Daher seien die Bestände der BSB auch noch nicht über das Internet
zugänglich. Für die Erweiterung, die im Rahmen des Rare Book-Projektes
vorgesehen ist, wird ein Intermapping notwendig werden. In diesem Zusammenhang
ist es ein Ziel Recherchemöglichkeit in den Beständen der BSB
von allen Verbünden aus zu ermöglichen. Dr. Dufey erklärte,
daß CJK-Katalogisate der BSB mit ihren lateinischen Teilen offline
durch Abladen eines entsprechenden Tapes an der DB in Frankfurt in die
Verbünde gebracht werden könnten. Online sei dies durch ein Z
39.50 Schnittstelle bei dem Münchner CJK-System und den Anschluß
an DBV-OSI (Deutscher Bibliotheksverbund Open System Interconnection) zu
erreichen. Dazu ist es notwendig eine Schnittstelle an der BSB einzurichten.
Die Anwesenden haben dieses Vorhaben ausdrücklich unterstützt
und die Empfehlung ausgesprochen,
eine Schnittstelle in der BSB München einzurichten, um die Austauschbarkeit
der Daten zu gewährleisten.
Prof. Dr. Schmidt-Glintzer hat sich darüber hinaus bereit erklärt,
Herrn Lehmann vom Deutschen Bibliographischen Institut in Frankfurt auf
eine Aufnahme der Münchner Daten anzusprechen.
- Dr. Hahn fragt an inwieweit ein Interesse besteht, daß er in
den USA Verhandlungen über kostengünstige Formen der Übernahme
von Software zur Recherche und Downloading führt.
- Dr. Hahn erklärt sich bereit ein Beiblatt zu Softwaremöglichkeiten
im CJK-Bereich für das Protokoll zu erstellen (vgl. Anlage 5).
- Herr Gerstenberger verweist auf die Notwendigkeit der Einheitlichkeit
in der Aufnahme nach RAK, gerade auch im Zusammenhang mit der Problematik
der Übernahme von Fremddaten, etwa aus den USA oder aus China.
Dr. Streffer hält dem entgegen, daß das eigentliche Problem
die Aufnahme der Bestände in CJK sei.
4. Benutzerpraxis (Blauer Leihverkehr) und CJK im
Verbund
- Dr. Streffer berichtet, daß die SBB noch nicht am Netz sei,
weshalb die Bestände der Ostasienabteilung auch noch nicht über
Internet recherchierbar seien. Er stellt aber in Aussicht, daß, wenn
die SBB bis Ende dieses Jahres angeschlossen ist, auch ca. 40 000 Datensätze
(CJK, Allegro/GB) ins Netz gingen.
- Dr. Streffer fragt weiterhin an, inwieweit der Blaue Leihverkehr funktioniere.
Die Dienstleistung des Blauen Leihverkehrs sei inzwischen auch auf Benutzer
(Institute) in der Schweiz und den Niederlanden ausgedehnt. Er macht darauf
aufmerksam, daß Bestellungen über den Blauen Leihverkehr zuerst
nach Berlin gesandt werden sollten. Falls die Bestellung nicht von der
SBB erfüllt werden kann, geht der Leihschein dann zur BSB München.
Einer möglichen langfristigen Ersetzung des Blauen Leihverkehrs
durch Email Bestellungen stehen bisher noch rechtliche Probleme im Weg.
Eine Anfrage über Email soll aber möglich werden.
11.00-11.30 Kaffepause
Diskussionsleitung: Dr. Dufey
5. Vorbereitung für einen späteren Übergang
der Formalerschließung in Deutschland zur Mehrschriftlichkeit
- Dr. Dufey berichtet, daß an der BSB München die "Arbeitsgruppe
für nichtleinische Katalogisierung" zur Erschließung der
Mehrschriftlichkeit eingerichtet wurde, in der er die Ostasienabteilung
der BSB vertrete. Er macht auf die Vorreiterrolle des Kyrillischen in diesem
Bereich aufmerksam. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Fragen
der Kodierung, eines Bibliotheksformats für Originalschriften, Ausführlichkeit
der Aufnahme von Originalschriften sowie technischen Voraussetzungen und
Möglichkeiten (Touchscreen u.a.). Der gegenwärtige Kenntnisstand
sei, daß an mehreren Stellen im Ausland Bibliotheks-Client-Server-Systeme,
die Unicode unterstützen und mit Z 39.50 Schnittstellen prinzipiell
DBV-OSI-geeignet seien, entstehen und in einem Fall (Data Research Ass.)
schon vorhanden seien. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung eines
Kataloges von Forderungen für Ausstattungsausschreibungen. Dr. Dufey
fordert alle Verbünde auf, derartige Anforderungskataloge zu erstellen
und auszutauschen.
- Dr. Hahn wirft in diesem Zusammenhang die Frage auf, inwieweit ein
Festhalten am MAB-Format langfristig sinnvoll sei. Dr. Streffer berichtet,
ein DFG-Projekt an der SBB zur Vereinheitlichung von MAB und US-Mark sei
nicht zustandegekommen. Prof. Dr. Schmidt-Glintzer fordert dazu auf, sich
nicht vom "Mainstreem" zu entfernen.
6. Personennamen nach RAK
- Dr. Streffer hatte am Beginn der Sitzung hierzu ein Handout verteilt
(vgl. Anlage 6). Er macht darauf aufmerksam, daß die RAK-Kommission
noch nicht definitiv über die Ansetzung chinesischer Personennamen
entschieden habe und hierzu ein weiteres Gutachten angefordert habe. Um
eine Klärung herbeizuführen habe er diesen Punkt in die Tagesordnung
aufnehmen lassen.
Es entspinnt sich eine Auseinandersetzung über die Frage der Abtrennung
(Komma oder auch Leerstelle) des chinesischen Familiennamens vom Vornamen
in ihrer Wiedergabe in einer Umschrift. Dr. Streffer verweist auf die hohe
Quote (über 20%) der unentscheidbaren Fälle, um für eine
Zusammenschreibung gemäß Punkt 3 seines Handouts zu plädieren
(Zusammenschreibung ohne Abtrennung).
Herr Gerstenberger plädiert für eine Beibehaltung der Abtrennung
durch Komma im Sinne der internationalen Kompatibilität, die vorrangig
sei.
Dr. Dufey und Prof. Dr. Schmidt-Glintzer verweisen darauf, daß
Probleme hierbei vor allem im Rahmen von Datenübernahmen entstünden.
Frau Stephan-Bahle und Dr. Dufey machen darauf aufmerksam, daß
dieses Thema bereits auf der letzten Tagung in München ausgiebig diskutiert
worden sei und auch eine Abstimmung erfolgt sei (knappe Mehrheit pro Abtrennung
des Familiennamens). Da seither keine neuen Argumente hinzugekommen seien
plädieren sie für schriftliche Stellungnahmen und einen Abbruch
der Diskussion zu diesem Thema.
Herr Gerstenberger verweist auf einen "Urentwurf" der BSB
(Dr. Dufey vor 1975), dessen revidierte Fassung 1989 von Dr. Streffer beantwortet
wurde. Dem folgte ein revidierter Entwurf der BSB (Stephan 1994). Die Entwürfe
der SBB und der BSB unterscheiden sich vor allem in der Frage des Kommas
bei Personennamen.
Die Diskussion wird ohne Ergebnis abgebrochen.
7. CJK-Katalogisierung im PICA-Verbund
- Kurzreferat Mark van der Meer
Herr van der Meer bedankt sich für die Einladung und die "Verleihung"
des Doktortitels im Programm der Tagesordnung. Er stellt richtig, daß
PICA ein System und kein Verbund sei. PICA wurde seit 25 Jahren entwickelt
und wird seit 1994 auch für die Titeleingabe in chinesischer Schrift
verwendet (GB unter Windows, eigenes Format), während eine Eingabe
in Japanisch und Koreanisch noch nicht erfolgt. An der Universität
Leiden sind seither ca. 10 000 von 220 000 Titeln aufgenommen worden. In
Hinsicht darauf, daß PICA vom Norddeutschen Verbund übernommen
worden sei, schlägt Herr van der Meer eine Zusammenarbeit bei der
Katalogisierung und die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die sich auch
der Frage der Konvertibilität von PICA und Allegro widmen soll.
8. Nutzung von Fremddaten bei der Katalogisierung
- Retrokonversion
- Dr. Dufey berichtet, daß die BSB München von RLIN (Angebot
ca. 1,5 Mio. Titel), Fremddaten gegen Gebühren direkt vom Netz übernehme.
Die Titelaufnahmen werden dann bei der Übernahme ins eigene System
modifiziert, wobei die englischsprachigen Subjectheadings beibehalten würden.
In dieser Weise seien bisher ca. 16 000 Titel aufgenommen worden.
- Dr. Streffer berichtet, daß die SBB Berlin in 14täglichen
Abständen laufend Daten auf Disketten der chinesischen Nationalbibliographie
von der NCL aus Beijing übernehme. Eine Sendung beinhaltet ca. 10
000 Titelaufnahmen. Seit 1988 sind auf diese Weise 300 000 Titel auf einer
Datenbank in Berlin gespeichert worden. Hierzu werden die Aufnahmen aus
Beijing von China Mark ins eigene Format transponiert und anschließend
die verwendeten Titel korrigiert. Aus diesen Titelaufnahmen wurden wiederum
diejenigen Titel, die von der SBB gekauft wurden, übernommen. Diese
Datenbank der eigenen Titel soll ans Netz gehen, wobei noch urheberrechtliche
Probleme zu klären sind. In Zukunft sollen auch Daten aus Japan übernommen
werden und die chinesischen Daten von 1949 bis 1988 ergänzt werden.
Beschaffungen aus Taiwan werden dagegen noch mit Hand eingegeben, in Pinyin
und Jiantizi.
- Frau Specht fordert zur Verwirklichung eines Datenaustausches in Deutschland
und zur Schaffung einer einheitlichen Formatvorlage auf, die möglichst
von einer Arbeitsgruppe erstellt werden sollte.
13.00-14.30 Mittagspause
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Schmidt-Glintzer
Fortsetzung des Tagungspunktes 8:
- Dr. Dufey erläutert, daß es im Rahmen von RLIN die Möglichkeit
gebe, Zettelkatalogisate nach Ohio zu schicken, sie dort einscannen zu
lassen, um sie später aus RLIN in digitalisierter Form herunterladen
zu können. Diese Methode ist in Asien und den USA erfolgreich praktiziert
worden. In diesem Zusammenhang spricht sich die Arbeitsgemeinschaft Sinologischer
Bibliothekare (AGSB) für
eine Retrokonversion in Form einer derartigen Einspeisung der Bestände
der Ostasienabteilung der BSB in RLIN aus.
Mit einem solchen Pilotprojekt kann die BSB auch anderen Instituten
als Vorreiter dienen.
Eine Alternative zu RLIN bietet OCLC, ein weiterer Verbund von Bibliotheken,
dem vor allem öffentliche Bibliotheken auch in Asien angehören.
OCLC und RLIN verwenden den gleichen Code für Zeichen, jedoch eine
andere Erweiterung.
9. Erwerbungsabsprachen
- Dr. Dufey berichtet von der Situation an der BSB:
Schwerpunkt der Ostasienabteilung der BSB ist die Sammlung von Altbeständen
sowie entsprechender Sekundärliteratur. Durch bibliotheksinterne Mittelkürzungen
kann die Fortführung der Sammlung in der bisherigen Qualität
ohne weitere offizielle Förderung nicht mehr gewährleistet werden.
Deshalb bereitet die Ostasienabteilung der BSB einen Antrag zur Einrichtung
eines zusätzlichen DFG-Sondersammelgebietes Ostasien für älterer
Titel (vor 1930) vor. Noch zu klären ist, ob zusätzlich zu älteren
Drucken auch neuere Sekundärliteratur über die klassische Zeit
gesammelt werden soll (von der Ostasienabteilung der BSB selbst befürwortet).
Ein wesentlicher Grund für die Einrichtung eines zusätzlichen
Sondersammelgebietes ist durch die kaum zu übersehende Menge an CJK-Publikationen
aus Ostasien, bei denen sich selbst bei besten Bedingungen nur schwer eine
auch nur annähernde
Vollständigkeit erreichen läßt, gerechtfertigt.
Die SBB sammelt Ostasiatica seit den 50er Jahren und hat sich auch bisher
auf
Literatur nach 1930 konzentriert.
Überschneidungen bei wichtigen neuerscheinenden Sekundärwerken
über die klassische Zeit sind vertretbar wenn nicht begrüßenswert;
Absprachen über größere Anschaffungen finden bereits statt.
Dr. Streffer meldet Bedenken der SBB an. Der Antrag der BSB dürfe
nicht dazu führen, daß das DFG Sondersammelgebiet Ostasien an
der SBB beeinträchtigt würde.
Die AGSB spricht die Empfehlung zur Einführung eines solchen
Sondersammelgebietes 'Ostasien vor 1930' aus. Eine Mittelbeschneidung des
Sondersammelgebietes 625 an der SBB dürfe aber daraus nicht resultieren.
(bei 26 Ja-Stimmen, 15 Enthaltungen, 0 Gegenstimmen).
Dr. Streffer hat Bedenken wegen der Ungenauigkeit des Antrags an.
Allgemeines:
- Vorschlag der vollständigen Anschaffung der Fuyin baokan ziliao
durch die SBB.
- Ausbau des Erwerbs von CD-Rom Indices und Datenbanken.
- der datentechnische Ausbau sollte ebenso wie die Bücherbeschaffungen
von der DFG unterstützt werden. Ab 1997 stellt die DFG der SBB in
einem gesonderten Etat 30000 DM für die Beschaffung elektronischer
Daten zur Verfügung.
- allgemein wird die bisher mangelnde Absprache unter den Instituten
beklagt. Ältere Seminare sind oft isoliert. Es wird darauf hingewiesen,
daß an den einzelnen Institutionen oft viel technisches Know-how
vorhanden ist, das jedoch bisher zuwenig gebündelt wird.
- bedauerlich ist der oft zögerliche Umgang mit digitalisierter
Daten auf CD-Rom mit der Begründung der geringeren Haltbarkeit.
- wünschenswert wäre die Schaffung von festen Bibliothekarsstellen
im Bereich der Ostasienwissenschaften, da in der jetzigen Situation oft
keine Beständigkeit gewährleistet werden kann.
- Auf Wunsch von Prof. Dr. Koglschatz wird unter diesem Tagesordnungspunkt
die Koordinierung einer möglichen Zusammenarbeit bei der Katalogisierung
chinesischer Sammelwerke (Congshu) behandelt:
Die Bedeutung einer Erfassung von Congshu liege darin, daß
- die meisten wichtigen Werke in dieser Form vorliegen,
- ältere Institute oft zwar grosse Bestände besäßen,
diese aber nicht bibliographisch erschlossen seien, so daß sie nur
beschwerlich zugänglich sind und die Gefahr der Dublettenbeschaffung
relativ groß sei,
- relativ einheitliche Bestände vorlägen, so daß die
Erfassung vielen Seminaren zugute käme, (Einwand: Es gibt verschiedene
Ausgaben derselben Congshu sowie gleichnamige Congshu unterschiedlichen
Inhalts, so daß die Einzeltitel bei einer Übernahme in jedem
Falle abgeglichen werden müßten)
- Standorte seltener Congshu werden bekanntgemacht
- Dr. Hahn weist darauf hin, daß 1994 in Heidelberg bereits Congshu-Listen
von den Seminaren angefordert wurden, die zum Teil in Papierform eingegangen
sind (Vorschlag einer Abgleichung/Aktualisierung; Möglichkeiten von
Planung und Absprache).
- Frau Fang von der Österreichischen Nationalbibliothek merkt an,
daß dort die Bestände von ca. 100 Congshu mit Einzeltiteln bereits
mit Allegro&ET aufgenommen seien.
- Die Sinologie München arbeitet derzeit an einer Erfassung des
Sibu beiyao,
- Heidelberg hat die Einzeltitel-Aufnahme des Minguo congshu
abgeschlossen und arbeitet an weiteren Congshu-Aufnahmen.
- Voraussetzungen für eine gemeinsame Datenbank sind ein einheitliches
Format, das eine Trennung des Datensatzes und der Bestände vorsieht.
Die Umschrift sollte nach der Empfehlung von EASL in Pinyin erfolgen. Es
ist zu entscheiden, ob die Stücktitel der Gesamttitelaufnahme hierarchisch
unter- oder gleichgeordnet sein sollten. RLIN, dem sich die Münchner
Staatsbibliothek (BSB) angeschlossen hat, katalogisiert die Einzeltitel
gleichberechtigt unter Beifügung des Gesamttitels; über den Congshu-Titel
sind dadurch die Stücktitel abrufbar, jedoch nicht in der entsprechenden
Reihenfolge. Es gibt bei RLIN Pläne zum Share-Cataloging, die jedoch
bisher nicht durchgeführt worden sind. Andere Erfahrungen aus dem
Ausland sollten berücksichtigt werden. Empfehlenswert wäre eine
standortunabhängige Aufnahme, an die die Bestände der einzelnen
Seminare möglichst einheitlich angehängt werden können.
Erstes Ziel ist die Erstellung einer Datenbank mit den Gesamttitelaufnahmen
der Congshu (mit Informationen über den Zustand ihrer Erschliessung
und Zugänglichkeit) sowie ihre Veröffentlichung über eine
Homepage.
Eine Arbeitsgruppe konstituiert sich aus folgenden Mitgliedern:
Basilia Fang (Österreichische Nationalbibliothek)
Sebastian Gault (Sinologie Bonn),
Thomas Hahn (Sinologie Heidelberg)
Hilde Heindl (Sinologie München)
Matthias Kaun (Sinologie Kiel)
Prof. Dr. Hermann Kogelschatz (Sinologie Tübingen)
Michäl Leibold (Sinologie Würzburg)
Marc van der Meer (Sinologie Leiden),
Kira Rohde-Liebenau (Ostasienwissenschaften Bochum),
Dr. Maria Rohrer (Sinologie Freiburg)
Annette Specht (Sinologie Heidelberg),
Renate Stephan-Bahle (Ostasienabteilung BSB)
Roland Winkler (Sinologie München)
Zunächst sollen Informationen in jeder Form gesammelt werden, um
in einer folgenden Sitzung über ein einheitliches Format zu entscheiden.
10. Sacherschließung
Ein geplantes Projekt der SBB zur Sacherschliessung wurde abgelehnt.Uneinigkeit
besteht über die für die Schlagworte zu verwendende Sprache (BSB
benutzt englische Verschlagwortung, SBB befürwortet Mehrsprachigkeit).
Das RSWK (Regelwerk für Schlagwortkataloge) bildet die Grundlage
für eine aufwendige Normdatei in deutscher Sprache. Die Benutzung
der Schlagwortnormdatei steht jedem Institut bei eigener Mitwirkung offen.
Pragmatische Lösungen für Seminare sind entweder die Orientierung
an grossen zugänglichen Bibliotheken wir etwa Harvard oder eigene
Lösungen, die bei Einigung auf eine praktizierbare Norm aufgegeben
bzw. ergänzt werden können.
11. Bilddatenbanken und Scanning
- Bericht Martin Wösler:
Bibliothekarisches Ziel ist auf diesem Gebiet, durch das Einscannen
des Impressums den vollständigen Datensatz zum entsprechenden Buch
zu erhalten. Bisher ist es noch kaum möglich, 2 Sprachen auf einmal
in Text umzusetzen. Die zweite Sprache muß zuerst als Grafik eingelesen
werden, kann dann in Felder eingebaut und in einem dritten Gang in Text
übersetzt werden. Das Ergebnis für das Chinesische ist bei den
bisherigen Texterkennungsprogrammen noch nicht zufriedenstellend (ca. 95%
der Zeichen können in einem durchschnittlichen Druck korrekt gelesen
werden, im Englischen liegt die Rate bei 99,9 %). Scannen lohnt sich ev.
bei größeren Textmengen und bei Altsinica-Beständen.
Bei einer anderen Option, die auf Scannen verzichtet, würde zukünftig
der vollständige Datensatz zu einem Buch entweder mitgeliefert oder
erwerbbar sein (vgl. die Chinese Publishing Database in Hongkong).
- Von zentraler Bedeutung wird die sog. Document Delivery, die auf Anfrage
Artikel o.ä. in Instituten als Image scannt und liefert.
Es gibt bisher für ostasiatische Literatur 2 Anbieter, einen in
Australien, der 112 Zeitschriften verfolgt, und ARIEL (RLG). Es ist zu
überlegen, ob eine solche Document Delivery in der Zukunft bei den
Staatsbibliotheken angesiedelt werden sollte, bei denen man auf Bestellung
bisher Kopien von Artikeln zugeschickt bekommen kann.
- Die Central Library in Taiwan erwägt, ihre Shanben-Bestände
als Image einzuscannen.
- Ebenso werden die Huntington-Archives als Datenbank vorliegen.
- Electronic Bodhidharma (Demo: Christian Wittern)
Erfassung von Tripitaka-Texten sowie eine Vielzahl von Tools auf der
CD
"Zen-base". Infos bei Christian Wittern.
- International Dunhuang Project (Sivin/Whitfield)
Katalogerschliessung und Image-Einscannung der Dunhuang-Texte; keine
Volltext-Datenbank, sondern Faksimile-Reproduktion
- Frage: Welches Programm ist geeignet, um eine chinesische Bild- bzw.
Mediendatenbank zu erstellen (auch Karten u.ä.)?
Lösungen: etwa Access, Foxpro, Allegro-G (*.con- und *.exe-Dateien
sind ansprechbar; enge Verbindung von Katalogisat und Bild); für Karten
gibt es spezialisierte Programme. Voraussetzung ist, daß externe
Module ins Programm einbindbar sind.
Problem: eingescannte Bilder sind oft qualitativ nicht gut; eine bessere
Alternative sind deshalb Photo-Cds für Bilddatenbanken.
Hinweis: in Marburg gibt es das kunstgeschichtliches Bilddatenbank-Projekt
MIDAS, das in jedem Falle vorher konsultiert werden sollte.
Editionsprojekte werden immer häufiger gescannt, als Volltextdatenbanken
umgesetzt und auf CD-Rom veröffentlicht (etwa die Hardfield-Papers)
12. Beschaffungspraxis
- Bericht von Cordula Gumbrecht von der SBB, die im Nov./Dez.
1995 eine Reise zwecks Sichtung der Buchbeschaffungsmöglichkeiten
in Japan, Hongkong, Macao, Taiwan, Singapur (auch für Malaysia) unternommen
hat. Der Bericht davon wird in BEASL erscheinen.
- Die Univ. of Oregon bietet eine kommentierte Buchlieferanten-Liste
für Asien an unter: http://uorigon.edu/~felsing/cealjk51.html.
Eine kommentierte Liste antiquarischer Buchhandlungen findet sich unter:
http://www.uni-kiel.de/easl/easl.html
- Diskussion des Problems der Beschaffung antiquarischer Bücher
aus China sowie des Bezuges von VR-Erscheinungen direkt aus der VR China
diskutiert.
Prof. Dr. Koglschatz verweist auf Zhongguo shudian in Peking, der die
Möglichkeit des direkten Bezugs aus der VR zu Inlandspreisen bietet
und zuverlässig sei.
Inzwischen dürfen alle Buchlieferanten direkt aus China liefern,
allerdings ist das oft mit Problemen verbunden oder sehr teuer.
Grosse Provinzdistributoren haben sich in Jiangsu und Sichuan entwickelt.
Eine empfehlenswerte Alternative bleibt weiterhin die Beschaffung vor
Ort.
Unklar ist weiterhin die Entwicklung, die Hongkong nach 1997 nehmen
wird. Es ist mit einer teilweisen Assimilierung an die VR zu rechnen, jedoch
wird es als Randgebiet weiter wichtig bleiben.
12. Abschlußdiskussion und Terminabsprachen
- Antrag auf RAK-Änderung (Dr.Gerstenberger):
Die Bindestriche in der Pinyin-Umschrift (wie etwa in der ZDB praktiziert)
sollen nach chinesischem Standard entfernt werden.
- Forderung nach einer Profilbildung der Seminare:
Im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit und Erreichbarkeit wird
gerade für die relativ zahlreichen und teilweise kleinen Seminare
in Deutschland eine Profilbildung und Spezialisierung immer wichtiger.
Es sollte Aufklärung über lokale Sammelgebiete wie regionale
Schwerpunkte geben (Tübingen: Sichuan, Stadtgeschichte, Chroniken
u.ä.; München: Südchina; Heidelberg: Shanghai, Minguo-Zeit;
Bochum: Taiwan; zeitgenössische Literatur).
Städtepartnerschaften sollten bekanntgemacht werden.
Es wird beschlossen, daß die Sammlung der Adressen und Profilbeschreibungen
der Seminare, die 1994 in Heidelberg begonnen und Anfang 1995 in der ersten
Ausgabe erschienen ist, weitergeführt werden soll. Michäl Leibold
ist einverstanden, daß als Medium BEASL dienen kann. Es wird ein
Rundbrief dazu ausgegeben werden.
- Benedicte Heraud überbringt Grüsse von SINODOC, der französischen
sinologischen Bibliothekarsvereinigung. Sie weist darauf hin, daß
die Probleme in Deutschland sehr anders gelagert seien als in Frankreich,
wo eher normativ gearbeitet werde, und ruft zu engerer Zusammenarbeit auf,
die in der Zukunft immer wichtiger werde.
- Terminabsprache für das nächste Treffen der AGSB:
Das Treffen soll in Zukunft nicht merh halbjährlich, sondern einmal
im Kalenderjahr stattfinden. Prof. Kogelschatz erklärt sich bereit,
das Treffen im kommenden Jahr in Tübingen zu organisieren. Es wird
voraussichtlich Ende April/AnfangMai angesetzt werden, die genauen Termine
werden noch mitgeteilt.
Im Anschluß ebenfalls in Tübingen ein Chinesisch & Computer-Workshop
von Dr. Widmer abgehalten werden.
24.04.96 9.00 im Zeughaus
Diskussionsleitung: Prof. Dr. Schmidt-Glintzer
15. Fortsetzung der Abschlußdisdussion
(Dieser Punkt wurde vorverlegt)
- Dr. Hahn fordert die Teilnehmer auf, die Diskussionen etwa über
Pinyin-Schreibweisen auch zwischen den Treffen über das Internet (CJK
Lib) fortzusetzen.
- Dr. Hahn stellt die Frage, wie der Kreis der sinologischen Bibliothekare
sich bezeichnen solle und wie die Organisationsstrukturen in Zukunft aussehen
sollen. Der Vorschlag von Prof. Dr. Schmidt-Glintzer, der Kreis solle seine
informellen Strukturen beibehalten, wobei der Sitz und die Organisation
am jeweils nächsten Tagungsort liegen sollen und der Kreis unter der
Bezeichnung "Arbeitsgemeinschaft Sinologischer Bibliothekare"
(AGSB) firmieren solle, findet Zustimmung.
- Eine mögliche Einbeziehung der japanologischen Bibliothekare
in den Kreis wird aufgrund des Hinweises auf die unterschiedliche Ausgangslage
der japanologischen Kollegen (z.B.: Hardware: Macintosh) verworfen.
14. Präsentation von Allegro-Neüntwicklungen
Prof. Dr. Schmidt-Glintzer stellt Herrn Eversberg von der Bibliothek
der TU Braunschweig vor, den Entwickler von Allegro.
- Referat von Herrn Eversberg:
1.Verhältnis PICA-Allegro: es besteht keine direkte Konkurrenz,
sondern es handelt sich um Alternativen, da PICA nur auf einem Netz (Vax,
Alpha) läuft, während Allegro auf PC oder einem PC Netzwerk installiert
werden kann. Allegro sei daher wesentlich preisgünstiger.
2.Entstehung von Allegro: Aufgrund unterschiedlicher Kategoriensysteme,
Datenschemata und Formaten herrschte eine "chaotische" Situation
in Deutschland. Diesen Unterschieden und der Notwendigkeit der Umwandlung
trug die Entwicklung von Allegro besonders Rechnung. Durch ein flexibles
Kategoriensystem ist das Format von Allegro so offen angelget, daß
die Umwandlung von Fremddaten auf das Allegro C Format prinzipiell möglich
ist. Es setzt dadurch allerdings eine eigenständige Parametrisierung
voraus. Es läßt daher auch das Arbeiten in anderen Formaten
zu (etwa MAB). Offenheit besteht auch in Bezug auf die Sprache der Benutzeroberfläche,
da die mitgelieferten Sprachen (deutsch, englisch) in separaten Textdateien
angelgt sind, die übersetzt werden können. Das bedeutet, daß
Allegro eigentlich ein Datenbanksystem und nicht nur ein Katalogisierungssystem
ist, da eine Standardparametrierung nur vorgeschlagen, nicht aber zwingend
vorgeschrieben ist.
3.Information und Publikationen; Einführungen, die über die
Allegro Entwicklungsabteilung an der TU Braunschweig bestellt werden können:
allegro-Ouvertüre. Partitur für Einsteiger. April 1996,
allegro-Format '96. Konsolidiertes Format für Bibliotheksdaten.
Vierteljährlich werden den Benutzern die Allegro news zugesandt.
4.Vorführung des Versuchsprogrammes Allegro for Windows; es handelt
sich um die erste Vorstellung dieses Programmes in der Öffentlichkeit.
Im Vergleich zur vorangegangenen Version ändert sich weder die Parametrierung,
noch gibt es einen Unterschied beim Export oder Import von Daten. Auch
bei Verwendung von UNIX bleibt die Datenbank bestehen. Eine Anwendung auf
Chinesisch ist bereits erprobt. Die Anwendung erfordert DOS 3.11 oder Windows
95. Das neü Programm soll im Laufe des Jahres erhältlich werden.
Demonstration des Programmes mit Schreibmodus in den Fenstern, Erstellen
von Editionsdatenbanken unter Windows ("pronto modus"), Speicher-
und Anzeigemodi.
Ende der Demonstration 10.45.
Die Teilnehmer bedanken sich bei Prof. Dr. Schmidt-Glintzer und seinen
Mitarbeiter/innen für die gelungene Ausrichtung des 3. Treffens der
Sinologischen Bibliothekare in Wolfenbüttel.
16. Führung durch die Bibliothek
11.00-12.30 Herzog-August-Bibliothek
Interessierte Teilnehmern nehmen die Möglichkeit an einer Führung
durch die Herzog-August-Bibliothek wahr.
Protokollanten:
Michael Leibold
Dr. Annette Specht
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